Donnerstag, 1. Februar 2018

Drei Räder sind gut für den Winter

Wir haben unser Bellabike aus verschiedenen Gründen angeschafft: zum einen brauchten wir ein zweites Transportrad, weil meine Frau und ich auch mal mit Kindern in verschiedenen Richtungen unterwegs sind, zum anderen sind wir ganzjährig autofrei unterwegs, auch, wenn es mal glatt wird.

Erst heute morgen stürzte eine junge Frau schwer. Irgendwann werde ich mir von einem Meterologen erklären lassen, warum ausgerechnet diese eine Straße immer als erstes glatt wird (an Verschattung kann es in der Nacht ja nicht liegen), aber natürlich war es wieder diese eine Straße, und die Platzwunde war groß und die Blutlache auf der Fahrbahn auch.

Ich hatte mir noch überlegt: lasse ich die Schulkinder selber fahren, oder stecke ich alle drei ins Bellabike? Letzteres ist bequem für mich, allerdings wird es mit drei Kindern, zwei Tornistern, meiner Tasche und nicht selten noch zwei Mal Sportzeug auch schon eng im Bella, und eigentlich will ich die Kinder ja auch zum Selberfahren animieren.

Heute morgen jedoch war es kalt, und mit dem Verdacht auf Glätte entschied ich mich für den sicheren Transport.

Wenn man den Rückweg nicht mehr schafft...

Falls mal die Kräfte nach einem langen Schultag etwas nachgelassen haben sollten, geht natürlich auch der Mixed Mode Transport: die Anschnallgurte im Bellabike eignen sich ebenso gut, ein Kinderfahrrad zu fixieren, wie einen hibbeligen Zweijährigen.

(Übrigens: transportierte Fahrräder niemals aufschließen, damit es stets nach "klauen" aussieht ;) )

Im Winter spricht also vieles für ein Dreirad, noch dazu, wenn es so extrem wendig ist, wie das Bellabike.


Das Video, das ich 2013 in Kopenhagen aufgenommen habe, zeigt ganz gut, wie wunderbar die Hinterradlenkung von Sorte Jernhest und Bellabike das Wenden fast auf der Stelle erlaubt. In diesem Zusammenhang hatte ich mich auch unlängst über die SUV-Elterntaxis amüsiert (wenn's nicht so gefährlich wäre, morgens um kurz vor acht in der Nähe einer Schule in einem Auto mit besch***enem Rundumblick rückwärts zu fahren, wäre es sogar wirklich lustig).

Nur das Fahrgefühl: das gefällt mir nicht nur auf dem Zweirad besser, ich möchte behaupten, es IST auf dem Zweirad besser. Noch mehr ins Gewicht fällt das, wenn man sich auf Radwegen bewegt, die in so desolatem Zustand sind, wie in Münster, und dazu alle 500 Meter über eine einmündende Straße rumpeln muss, weil die geheimnisvollen Aktivisten natürlich nicht überall Asphaltbrücken bauen können.

Ein wenig Abhilfe schafft da das Dreirad mit Neigetechnik, wie es in letzter Zeit spätestens seit dem Butchers & Bicycles populär wird. Mittlerweile hat sogar Babboe mit dem Carve ein neigendes Dreirad im Programm, und ich freue mich wie ein kleines Kind auf mein Chike für die Schokofahrt über Ostern.

Behold! The mighty Chike!

Wie macht ihr das so im Winter? Spike-Reifen aufziehen wird auch immer als Option genannt, aber dafür sind die Winter hier im Münsterland dann doch wieder zu sanft. Ich hatte mal einen Satz für unser Urban Arrow, habe die Mäntel aber nie aufgezogen.

tl;dr

Winter ist dunkel, doof und kalt, aber mit einem Dreirad wird alles wieder gut.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen