Mittwoch, 11. April 2012

Eine Woche Urban Arrow: Kritikpunkte

Und da ist mein Urban Arrow auch schon eine Woche alt. Ein umfassender Artikel schlummert bereits in den Entwürfen, bis zur Veröffentlichung werde ich aber noch ein bisschen warten um hier und da noch mehr Erfahrungswerte einfließen zu lassen.

An dieser Stelle möchte ich ein paar Kleinigkeiten auflisten, die mir bislang negativ aufgefallen sind. Ich kann schließlich nicht nur die ganze Zeit Superlative raushauen.

Bei meinem Rad ist die Verkabelung des Rücklichts defekt. Das ist ärgerlich, da die Verkabelung größtenteils im Rahmen bzw. in einem Kabelkanal zusammen mit dem vorderen Bremszug liegt. Um ein neues Kabel einzuziehen, müsste man das Rad wohl komplett auseinander nehmen, was in keinem Verhältnis zum Problem steht.

Der Mechaniker meines Vertrauens hat das Kabel durchgemessen und festgestellt, dass nur ein Pol nicht durchgängig ist. Daraufhin konnten wir am Rücklicht die Masse an den Rahmen legen und die LEDs so zum Leuchten bringen. Dummerweise brach bei der auf kleinstem Raum verbauten Vorderlampe bei der Montage ein Steckkontakt ab, so dass das Rücklicht vorerst trotzdem ohne Strom bleiben muss. Abwarten, wie ich dieses Problem löse: ein entscheidender Nachteil, wenn man nicht beim Händler vor Ort kauft...

Darüber hinaus musste ich bislang schon einige Schrauben nachziehen: der Lenker ließ sich stärker einschlagen, als das Vorderrad, der Sattel hat sich lose gewackelt, das Rücklicht und die Schutzbleche habe ich fester angezogen.

Bei der Montage neuer Autoreifen heißt es, man solle nach den ersten 50 Kilometern die Schrauben nochmal nachziehen. Gut möglich, dass Vergleichbares auch für ein frisch montiertes Rad gilt.

Ich bin kein Brancheninsider und habe keine Kenntnis von den Prozessen, die hinter der Montage eines Rades im Allgemeinen sowie des Urban Arrow im Speziellen stecken. Dennoch beschleicht mich der Verdacht, dass die Räder aufgrund der - nach Bekunden meines Händlers - im Moment hohen Nachfrage vielleicht ein wenig hastig montiert werden?

Ansonsten ist mir auf den ersten 100 Kilometern aufgefallen, dass sich das Rad beladen tatsächlich noch besser fährt, als mit leerer Transportbox. Dank der elektrischen Unterstützung erreicht das Urban Arrow mühelos Geschwindigkeiten um die 25 Stundenkilometer, fährt man noch schneller, beginnt das Vorderrad bei rauherem Untergrund zu flattern. Mein Nachbar berichtete mir von ähnlichem Verhalten beim Long Harry.

Ist die Box mit Kind und Kegel beladen, relativiert sich das Problem nahezu komplett. Einzig das vordere Schutzblech rappelt bei hohen Geschwindigkeiten mehr, als es sollte - aber im Moment fahre ich das Rad zugegeben auch noch deutlich schneller, als ich das im "Regelbetrieb" tun würde. Es ist halt noch neu und will ausprobiert werden.

Dies als kurzer Überblick. Sobald ich Feedback vom Hersteller/Händler zu den Problemen mit Beleuchtung und lockeren Schrauben habe, werde ich das hier dokumentieren und mich auch wieder einer viel schöneren Beschäftigung widmen: dem Schwärmen ;)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen