Sonntag, 27. April 2014

Münsters erste Critical Mass

Nun ist es passiert. Münster hat seine Critical Mass, und obwohl sie einigen Teilnehmern "noch viel zu brav" war, darf man die Premiere als gelungen bezeichnen - offenbar war es deutschlandweit ein guter Tag für den Radprotest, aus Hamburg und Berlin kamen Rekordteilnehmerzahlen, insgesamt waren über 7.000 Räder unterwegs.

Das Blog "It started with a fight" hat sich die Mühe gemacht, Teilnehmerzahlen zusammenzutragen, und auch Münster ist mit handgezählten 50 Leezen mit dabei.



Unsere Route führte uns diesmal von der autofreien Siedlung über die Hammer Straße zum Kreisel, von dort aus ging es über Moltkestraße und Weseler Straße zum Schlossplatz, über die Münzstraße zum Bült und weiter über die Eisenbahnstraße und Von-Vincke-Straße zurück zum Kreisel, wo wir uns - jetzt darf ich's ja verraten - eine Ehrenrunde gönnten.

Alles in allem eine große Runde um die Innenstadt, und etwas unerwartet völlig ohne Konflikte mit dem motorisierten Verkehr. Insgesamt wurde drei Mal gehupt, und es ist nicht sicher, dass das uns galt. Ein paar Fußgänger waren verwirrt, dass der geschlossene Verband - gemäß Straßenverkehrsordnung - stets geschlossen über die Ampel fuhr und daher hin und wieder bereits auf grün geschaltete Fußgängerampeln blockierte, aber wir konnten in den meisten Fällen durch Aufklärung die Zufriedenheit der Passanten wieder herstellen.

Einzig am Bült war es kurz brenzlig, als ein Bus versuchte, sich aus der Haltebucht wieder in den Verkehr einzuordnen und dabei unseren Verband einfach ignorierte - übersehen haben kann er uns nicht, es hatten ihn schon einige passiert und wir fuhren dicht hintereinander. Diese Beobachtung ist allerdings wenig überraschend, die Busfahrer in Münster setzen ihr "Recht des Stärkeren" immer wieder mal durch, und vermutlich müssen sie das auch, wenn sie nicht ständig Verspätungen einfahren wollen.

Beim nächsten Mal startet die Critical Mass dann etwas zentraler gelegen vor dem Schloss. Immer am letzten Freitag des Monats. Denn: es ist was faul in der "Fahrradhauptstadt".

Im April waren Straßenverkehrsamt und Polizei übrigens im Vorfeld informiert, da ich nach einer etwas ungünstigen Begegnung mit der Polizei vor ein paar Wochen (die allerdings zu Recht ohne Folgen blieb) den Gedanken hatte, dass uns eine informierte Polizei sicherlich wohlgesonnener begegnen würde, als eine, die wir kalt erwischt hätten. So war es auch: zu Beginn ein kurzer Antrittsbesuch, etwas Beobachtung auf den ersten Metern, dann ließ man uns fahren.

Wir wurden erwartet - und freundlich gegrüßt.
Nächster Termin: Freitag, der 30.05.2014, 16:30 Uhr, Abfahrt vor dem Schloss.

Wichtig: ich bin NICHT Veranstalter der Critical Mass. Dennoch freue ich mich über jeden, der mitfährt und bin auch selbst sicher wieder mit dabei :)

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