Mittwoch, 29. Juli 2015

Urban Arrow Family 2015

Gut Ding will Weile haben. Mit etwas Verspätung ist das erste Urban Arrow der dritten Generation in Münster bei Fahrrad Look eingetroffen. Ich hab' es mir mal kurz angesehen.

UA: Treffen der Generationen.

Die prominenteste Änderung ist der veränderte Rahmen, der nun den Motor der Bosch Active Line unterbringt und statt eines Gepäckträger-Akkus unter der Sitzbank einem Rahmenakku an der Lenksäule Platz bietet. Standardmäßig ab jetzt mit 400Wh.

Neuer Motor, neuer Akku.

Das "Ofenrohr", wie es in Kommentaren genannt wurde, teilt sich nun vor der Lenksäule, so dass der Akku Platz hat. Es ist geschlossen, meine Idee, darin einen Schirm zu verstauen, funktioniert also nicht :D
Auffällig sind die kleinen Ritzel vorne und hinten - dadurch soll der Motor im optimalen Drehzahlbereich arbeiten können. Die Ritzel sind besonders hart, die Lebensdauer der Kette könnte sich dadurch allerdings verkürzen, vermutet der Meister.

Kleine Ritzel und Chain Glider

Form folgt Motor. Der Rahmen passt sich der Bosch Active Line an.
Eine kurze Runde über den Hof zeigte das vertraute Fahrgefühl. Ich hatte den Eindruck, als könne man die Lenkung wieder ein wenig weiter einschlagen, als beim Vorgänger, auf die Handlichkeit im Alltag hat das aber keine Auswirkung. Mir war der größere Kurvenradius der zweiten Generation damals beim Durchfahren von Drängelsperren aufgefallen.

Intuvia Display. Einschalten am Lenker statt an der Batterie - das ist praktisch.

Der Motor zieht ordentlich, allerdings hatte ich das Gefühl, dass der Bosch Classic Line auf Stufe "Speed 3" stärker zieht als der Bosch Active Line auf Stufe "Turbo".

Das getestete Rad hat hydraulische Scheibenbremsen, die es ruppig in den Stand bringen. Ich bevorzuge nach wie vor die Rollerbrakes, doch das ist Geschmackssache und vielleicht auch nur im Flachland zu empfehlen.

Neues Ausfallende - in Gedanken bei den Mechanikern

Das Ausfallende hat sich ebenfalls deutlich verändert. In der zweiten Generation hatte Urban Arrow hier sogar das Firmenlogo im Rahmen untergebracht, sehr schick, allerdings verflucht von allen, die das Hinterrad ein- und ausbauen mussten. Mit dem neuen Ausfallende sollte die Montage des Chain Gliders und der NuVinci deutlich einfacher gelingen, versicherte man mir. Ich lasse da sowieso die Finger von...

Ausfallende mit Scheibenbremse

Und da der Akku nicht mehr unter der Sitzbank ist, lässt sich diese auch nicht mehr hochklappen. Die Box an sich erschien mir unverändert.

Diese Sitzbank klappt keiner mehr hoch.

Dieses als erster Eindruck. In vier Wochen werde ich mir die neuen Räder auf der Eurobike noch mal genauer ansehen. Vielleicht sieht man sich ja.

Kommentare:

  1. Wenn du schon bei der Eurobike bist, mein Tipp, schau beim Woom Bikes Stand vorbei.
    Machen die besten Kinderräder (und nein, Kinder Lastenräder haben die leider noch nicht ;-)
    Halle A7 Stand 407
    http://www.woombikes.com/

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  2. Finde nichts was dagegen spricht. Da an 99% der erwachsenen Räder, ebenfalls Kettenschaltung vorhanden ist, müssen Kinder sowieso an diese gewöhnt werden. Die vordere Schaltung ist jedoch erst beim 26er jugendrad vorhanden...

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    1. Also an den 99% möchte ich mal ganz stark zweifeln, in der Stadt sind auf jeden Fall Nabenschaltungen aller Art sehr häufig. Ich sehe den einzigen Vorteil der Kettenschaltung bei der Gewichtsreduktion, sonst wüsste ich nicht, warum man sich damit noch herum plagen sollte...
      Was mich persönlich an Kettenschaltungen nervt, ist, dass man herunterschalten muss, bevor man anhält, um danach wieder in einem niedrigen Gang anfahren zu können. Da man im Stadtverkehr aber nicht selten auch mal ganz abrupt bremsen muss, finde ich das sehr unpraktisch. Kann man natürlich alles lernen, aber warum sollte man, wenn man es sich sparen kann?

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