Donnerstag, 15. März 2018

Möbeleinkauf mit dem Radlader

+++ Mittwoch, 09:48 Uhr +++

Meine Frau schickt mir einen Link über WhatsApp. Zu sehen ist ein schicker Stuhl in einem attraktiven Sonderangebot. "Haben!" schreibt sie. Der Bestand der verschiedenen Filialen ist bereits vergleichsweise gering, ausgerechnet für die Niederlassung in Münster ist aber keine Info vorhanden, um Anruf wird gebeten.

Blokhus


+++ 10:04 Uhr +++

In der Filiale an der Weseler Straße geht niemand ans Telefon. Meine Frau bricht mit dem Baby zum Pekip auf, wir wollen es weiter versuchen (also: mit dem Anrufen. Nicht mit Babys oder Pekip...)

+++ 13:07 Uhr +++

Die Münsteraner liegen wohl immer noch in den Betten, die sie verkaufen. Meine Frau reserviert online vorsorglich alle acht noch verfügbaren Stühle in der Filiale in Telgte. Ich plane die Abholung mit dem Lastenrad.

+++ 16:12 Uhr +++

Von Rainer kommt die Zusage: ich kann mir spontan einen Cargobike Monkeys Radlader für den Transport ausleihen. Ich erhoffe mir, damit schneller zu sein als mit dem Bellabike.

Chat


+++ 16:37 Uhr +++

Ich fahre mit meinem "normalen" Fahrrad rüber zu Traix Cycles und wechsele auf den froschgrünen Radlader. Feststellung: meine Hose passt sehr gut zum Gefährt.

+++ 17:06 Uhr +++

Rote Fahrradampel an der Warendorfer Straße. Zeit für ein erstes Foto. Schließlich soll der Versuch, acht Stühle über rund 30 Kilometer mit dem Lastenrad zu transportieren, nicht undokumentiert bleiben.

Das Münsterland ist so fahrradfreundlich, manchmal muss man nur zwei Ampelphasen auf grün warten!


+++ 17:30 Uhr +++

Ich erreiche das Geschäft, das freundlicherweise gleich am Ortsanfang im Gewerbegebiet liegt. Zuvor musste ich allerdings zusammen mit allen anderen Verkehrsteilnehmern noch den Zug durchlassen. Ich möchte den Vor- und Nachlauf der Schrankenschließzeit hier mal als "großzügig" bezeichnen.

+++ 17:51 Uhr +++

Abfahrt an der Warenausgabe. Die junge Frau, die mir die zwei großen Kartons mit jeweils vier Stühlen hinaus geschafft hat, ist überhaupt nicht überrascht, dass ich gedenke, all dies in mein Fahrrad zu laden. Machen die Telgter dergleichen öfter? Oder ist sie einfach vollkommen gleichgültig? Normalerweise erfährt man bereits beim Transport kleinerer Güter umfassendes Feedback.

(17:53 Uhr - @vonjosbach kommentiert via WhatsApp: "Geil")

Und rein damit in den Radlader


+++ 17:55 Uhr +++

Ich habe Telgte wieder verlassen und nutze die tiefstehende Sonne für ein paar hübsche Fotos des nun voll beladenen Radladers. Ein Velomobil fährt vorbei.

Sonnenschein


+++ 18:17 Uhr +++

Eine Runde Mitleid für den Stau auf der Warendorfer Straße.

Oooooch... die Armen! Wenn es doch nur eine andere Möglichkeit der Fortbewegung gäbe.


+++ 18:34 Uhr +++

Ich lenke den Radlader in unseren Hauseingang. Aus Gewohnheit habe ich unsere Häuserreihe von der Westseite her umrundet, da man unser Urban Arrow sonst, aus der anderen Richtung kommend, mangels genügendem Einschlag der Lenkung nicht einparken kann. Der Radlader freilich erlaubt einen Winkel über 90° - ich hätte mir also 25 Meter sparen können! Ich bin frustriert.

Ja, eine Nest Cam. Haters gonna hate.


+++ 18:35 Uhr +++

Die Frustration weicht aber nahezu augenblicklich der Erkenntnis, dass ich mit meiner Last von etwa 60 Kilogramm einen 20er Schnitt hingelegt habe. Das finde ich OK. Ich bringe die Sitzgelegenheiten ins Wohnzimmer, wir essen zu Abend und meine Frau bringt die Kinder ins Bett


+++ 19:54 Uhr +++

Ich breche ein letztes Mal an diesem Tag auf, um den Radlader zurück zu Traix Cycles zu bringen. Wenn es nach mir geht, könnte man viel häufiger spontan Möbel kaufen.

Feierabend

Kommentare:

  1. Ja, solche Cargo Challenges machen mir auch immer wieder Spaß.
    Vorallem die erstaunten Blicke der Umgebung. Aber hätte das ganze nicht auch ins UA gepasst? Oder war es einfach nur nicht verfügbar?

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    1. Spätestens, seit ich mein Rennrad habe, habe ich den e-Motor am Fahrrad den Rücken gekehrt. Ich fahre einfach lieber ohne. Gepasst hätte es wohl auch ins UA.

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  2. Richtig cool. Mit dem KFZ hätte es länger gedauert und wohl bei weitem nicht so viel Spaß gemacht.

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  3. Warum fuhren Sie nicht nach Leipzig?

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